Die Show von Norman Alexander ist deutschlandweit, sowie in Österreich und in der Schweiz buchbar.
Norman Alexander zu Gast in der Oliver Pocher Show (Sat1)
Norman Alexander entertainment
Sascha Smolinski
Albert-Schweitzer-Straße 3
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel.: +49 (0) 3606-600716
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Magisches Lexikon
Abrakadabra - Zauberformel der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier in der Antike
Aufsitzer - Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier erklärt dem Publikum scheinbar den Zaubertrick, jedoch erkennt es später, dass sie dem Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier doch aufgesessen sind.
Augenbinde - Augenbinden werden meist in der Mentalmagie durch Magier/ Mentalisten eingesetzt. Der Zuschauer sieht, dass der Magier in Wirklichkeit absolut nichts mehr sehen kann. Einer der Sensationseffekte ist die Autoblindfahrt. Dabei bekommt der Magier die Augen mit einer Augenbinde oder gar einem blickdichten Sack verbunden. Danach steuert er trotzdem ein Fahrzeug.
Becherspiel - Eines der ältesten Zauberkunststücke, die der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier vorführt, bei dem meistens unter drei Bechern Kugeln erscheinen, verschwinden und wandern.
Buchtest - Beim Buchtest handelt es sich um eines der wahrscheinlich bekanntesten Mentaleffekte. Die benötigten Requisiten beschränken sich puristisch auf ein herkömmliches Buch und einen Zuschauer. Dieser bekommt nun die Aufgabe das Buch an einer beliebigen Stelle zu öffnen und nur in Gedanken ein Wort zu lesen bzw. auch dann an dieses fest zu denken. Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/ Mentalist ist in der Lage das durch den Zuschauer frei gewählte und gedachte Wort zu nennen und somit in den Gedanken des Zuschauers zu lesen.
Comedy Zauberer - Im Gegensatz zum Manipulator will der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier bei der Comedy-Zauberei das Publikum zwar auch durch seine Präsentation verblüffen. Der Schwerpunkt liegt jedoch beim Entertainment der Zuschauer. Lachen und Staunen zugleich heißt hier das Zauberwort. Ein Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier, der ein paar einfache Zaubertricks mehr schlecht als recht als Parodie vorführt ist jedoch kein Comedy-Zauberer. Die hohe Kunst hierbei besteht eben gerade darin durch eine perfekte Show und nicht durch Pannen die Gäste zu unterhalten.
Close-up Zauberer –der Zauberer/ Zauberkünstler/ Mentalist/ Magier zaubert direkt an den Tischen seines Publikums.
Durchdringen - Das Durchdringen stellt neben dem Verwandeln oder Verschwinden einen weiteren Grundeffekt der Zauberei dar. Als einer der bekanntesten Effekte in diesem Bereich ist die Personendurchdringung auf der Bühne bei der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier in eine Apparatur steigt, in der er beide Arme und Bein ausstreckt und eine Assistentin den Körper des Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier durchdringt. Einer der ältesten Durchdringungseffekte ist wahrscheinlich das Ringspielt.
en face – der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier steht mit seinem Gesicht und der Vorderseite des Körpers dem Publikum zugewandt.
Entfesselung - Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier lässt sich mit verschiedensten Mitteln fesseln, um sich dann daraus wieder zu befreien. Meist spektakuläres Entertainment.
Erscheinen - Neben Verschwinden und Durchdringen stellt das Erscheinen einen weiteren Grundeffekt der Zauberei dar. Er wird von Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier gerne am Schluss einer Darbietung eingesetzt. Gegenüber dem Verschwinden bietet das Erscheinen immer auch einen positiven „Effekt“. Je nach Sparte der Magie lassen z.B. bei Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier in Großillusionsshows Menschen oder Tiere erscheinen. Im Bereich Stand-Up-Magic sind z.B. der erscheinende Zauberstab oder Spazierstock sehr beliebt.
ESP (Extra SenoirialPerception) - bedeut so viel wie außersinnliche Wahrnehmung. ESP-Effekte werden gerne von Zauberern der Mentalmagie/ Mentalisten vorgeführt.
ESP-Karten - Vorwiegend Mentalisten verwenden ESP-Karten. ESP steht für Extra Sensorial Perception was grob übersetzt für außersinnliche Wahrnehmung steht. Diese Spezialkarten sind mit Symbolen bedruckt, die leicht zu merken sind und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Meist sind hier Symbole wie Wellen, Kreis, Kreuz, Stern oder auch Quadrat verwendet.
Finte - der Zauberer/ Zauberkünstler führt eine Scheinhandlung zur Ablenkung aus.
Geistererscheinung - im 18. und 19. Jahrhundert von Zauberern/ Zauberkünstlern/Magiern/Mentalisten gerne vorgeführte Illusion, bei der scheinbar Geister erschienen und/ oder mit ihnen auf die verschiedenste Weise kommuniziert wurde.
Hellsehen - Der mentale Zauberer/ Magier/Mentalist sagt Dinge und Erscheinungen voraus, von denen er nichts wissen konnte.
Hokus Pokus – alte Zauberformel der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier zum Ausgang des Mittelalters.
Illusion - der Zauberer/ Zauberkünstler/ Menatlist/Magier führt hier meist eine Großtäuschung mit Menschen oder Tieren führ. Allerdings verwendet der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier den Begriff auch umgangssprachlich für jede Art von Effekt in der Zauberei.
Illusionist - Ein Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier der überwiegend Illusionen vorführt.
Kartenzauberei - Die Kartenzauberei stellt eine komplett eigene Sparte der Zauberkunst dar. Nicht nur, dass es unendlich viele Kartenkunststücke gibt. Oftmals scheuen Zauberer/Zauberkünstler/ Magier/ Mentalisten die Kartenzauberei, da man hier ein hohes Pensum an Übung aufbringen muss, um die verschiedenen Kartengriffe professionell vorführen zu können. Das wohl am berühmteste und umfassendste Buch zum Thema hat italienische Zauberer Roberto Giobbi verfasst.
Magie – ursprünglich für Geisterbeschwörung und sich die Natur zum Diener zu machen verwandt. Heute auch umgangssprachlich mit Zauberei gleichbedeutend.
Magier – früherer mit geheimen Wissen und besonderen Fähigkeiten ausgestatteter Mensch. Heute umgangssprachlich für Zauberer, Zauberkünstler und Illusionist.
Manipulation – durch Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier vor allem mittels Fingerfertigkeit vorgeführte Kunststücke.
Manipulator – Ein Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier, der vorwiegend mit Fingerfertigkeit arbeitet.
Mentalmagie - Eine Sparte der Zauberkunst/ Magie, bei der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/ Mentalist Effekte wie Hellsehen, Gedankenlesen, Gedankenübertragung nachstellt.
Mentalist – Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier, der Effekt der Mentalmagie vorführt.
Misdirection – Lenkung der Aufmerksamkeit des Publikums durch den Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/ Mentalist.
Parapsychologie – Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Übernatürlichen. Hat nichts mit den Vorführungen der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/Mentalist zu tun.
Profilstellung – Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier steht so, dass nur eine Seite seinem Publikum zugewandt ist.
Riesenkarten – speziell für die Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/ Mentalist auf der Bühne hergestellte, extra große Spielkarten.
Ringspiel – klassisches Kunststück, bei dem der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier geschlossene Ringe miteinander verkettet und wieder von einander trennt.
Schwarze Magie - Wer an Zauberei denkt, der bringt damit auch alte Mythen wie schwarze und weiße Magie in Verbindung. Dabei steht die schwarze Magie grundsätzlich für Zauberei wie Voodoo oder anderen Schamanismus das Ziel mit dem angewandten Zauber eine böse bzw. dunkle Folge herbeizuführen. Hingegen bei der weißen Magie soll ein positiver Zauber gesetzt werden. Ein solcher Zauber kann z.B. auch ein Liebeszauber sein. Zauberei im kommerziellen Sinne befasst sich zunächst immer mit dem Thema Entertainment und Unterhaltungswert einer Darbietung. So etwas wie schwarze Magie gibt es vielleicht im entferntestem Sinne in Form von Shocking Magic.
Schwebeeffekte - Im Bereich stumme Magie sind Schwebeeffekte in vielen Fällen das Highlight einer Show. Zudem sind sie auch mit am bekanntesten und bieten kommerziell viele Einsatzmöglichkeiten. Wer an einen Schwebeeffekt denkt, der denkt auch an die „Schwebende Jungfrau“. Doch es muß nicht immer die Assistentin des Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier sein, die schwerelos im Raum frei schwebt. In den letzten Jahren entwickelten sich immer mehr Möglichkeiten auch im Close-Up-Segment. Einen Geldschein, Fingerring, oder ein Tuch direkt am Tisch und vor den Augen der Zuschauer schweben zu lassen ist ein sehr starker Effekt.
Simsalabim – Bekannter Zauberspruch der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier. Geht auf die Illusionisten und Kalanag zurück.
Stand-up Zauberei - Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Mentalist /Magier zaubert auf der Bühne im kleineren Rahmen. Früher meist als Salonmagie bezeichnet.
Tischzauberer – bei der Tischzauberei zaubert sich der Zauberer/ Zauberkünstler/ Mentalist /Magier von Tisch zu Tisch. Ähnlich dem walk arround act.
Verschwinden - Neben den Grundprinzipien Verwandeln und Erscheinen ist das Verschwinden wahrscheinlich der größte Bereich. Es gibt am Zaubermarkt mehr Illusionen einen Gegenstand oder gar Tiere verschwinden zu lassen, als eine Erscheinungsillusion. Viele Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier denken, dass ein Verschwinden auch eine gewisse negative Botschaft transportiert, da schließlich nun etwas weniger bzw. weg ist.
walk arround act - Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Mentalist /Magier zaubert direkt im Publikum, das in Gruppen steht oder an Tischen sitzt. Er mischt sich quasi direkt unter die Gäste, um diese zu unterhalten. Ähnlich der Tischzauberei.
Wahrsagen - Entgegen der Vorstellung, klassische Vorhersagen der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier/ Mentalisten hätten etwas gemeinsam, steht der Fakt, dass eine Vorhersage immer dem Beweis zugänglich sind. Der Wahrsager hingegen formuliert „Vorhersagen für die Zukunft“, die teilweise und in vielen Fällen sehr allgemein formuliert sind. Auf diese Weise kann man mit dem entsprechenden Ausdruck unpräzise Thesen aufstellen, die in jede Hinsicht ausgelegt werden können.
Zauberei mit Tieren - Die Zauberei mit Tieren zählt grundsätzlich zu den stummen Zaubernummern. Beliebt sind hier insbesondere Tauben, Hasen oder Hunde bei Tierillusions-Shows. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Tiershows von Zauberern/ Zauberkünstlern/ Magiern immer stetig zurückgegangen. Als zentraler Gedanke steht neben einem optimalen Tierschutz auch, dass man gute Unterhaltung nicht unbedingt auf Kosten der Tiere bzw. auch ohne bieten kann.
Zauberkunst – umgangssprachlich wird damit die Unterhaltung des Publikums durch den Zauberer/ Zauberkünstler/ Mentalist /Magier gemeint.
Zauberspruch – früher eine Beschwörungsformel, heute meist nur noch Beiwerk bei Vorführungen der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier. Ansonsten auch nicht mehr zeitgemäß
Zersägte Jungfrau - Die meisten Menschen, die an eine große Bühnenzaubershow denken, haben auch das Bild der zersägten Jungfrau im Kopf. Bei dieser Großillusion steigt die Assistentin des Zauberers/ Zauberkünstlers/ Magiers in eine Kiste ein. Dabei sind Kopf und Füße der Jungfrau während der kompletten Routine zu sehen. Der Zauberer/ Zauberkünstler/ Magier nimmt nun eine Säge und zersägt die Assistentin vermeintlich in der Mitte. Die beiden Hälften der Kiste werden nun räumlich noch etwas weiter auseinander geschoben und die Dame gebeten Ihre Füße oder den Kopf zu bewegen. Für die Zuschauer ist dieser Anblick immer wieder ein Riesenspecktakel, denn es scheint so als ob Oberkörper und Rumpf getrennt voneinander sich bewegen.
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Zauberer, Zauberkünstler, Magier und Mentalist – ein historischer Abriss
Erste Zauberkünstler
Das erste Dokument, in dem ein Zauberer, Zauberkünstler, Magier, oder Mentalist - damals war der Begriff noch nicht wirklich definiert - erwähnt wird, ist wohl das das Westcar-Papyrus aus Ägypten aus dem Jahre 2400 vor Christus. Der Zauberer, Zauberkünstler, Magier, oder Mentalist , der dort erwähnt wird, trägt den Namen Dedi von Desnefru und soll laut diesem Papyrus das Kunststück oder den Zaubertrick vorgeführt haben, bei dem ein abgetrennter Kopf wieder angebracht wird. Dedi lebte als Untertan des Pharaos Cheops (ca. 2604 - 2581 v. Chr.).
In der Antike waren es vor allem die Priester, die sich technischer und physikalischer Tricks bzw. Zaubertricks bedienten um den Menschen weis zu machen, dass Sie zaubern könnten. Durch diese Fertigkeit wurde ihre Glaubhaftigkeit mit Gott im Bunde zu stehen stark gesteigert. Manche dieser Priester machten sich schon damals einen Namen, dass sie übernatürliche Fähigkeiten hätten. Doch auch sie vollführten nur Zauberkunststücke die nichts anderes als Tricks waren
Zauberer, Zauberkünstler, Magier, Mentalisten im Mittelalter
Mit Beginn des Mittelalters waren es vor allem die Gaukler, Taschenspieler und Fahrenden Händler, welche die Zauberkunst wirklich aufblühen ließen und verschiedene Zauberkunststücke und Zaubertricks vorführten. Vor allem die Taschenspieler waren die Vorreiter der heutige Zauberer, Zauberkünstler, Magier und Mentalisten . Sie waren vorwiegend auf Marktplätzen anzutreffen. Doch dieses Gauklerleben war nicht ganz ungefährlich. Es gab sogar eine Zeit, wo die Gaukler, Taschenspieler und Falschspieler für vogelfrei erklärt wurden - wem immer es passte, durfte sie töten. Ludwig IX. hatte es sich sogar zum Ziel gesetzt, Frankreich von der Plage der Taschenspieler gänzlich zu befreien. Man sagte ihnen zu dieser Zeit auch oft nach, dass sie - im Vergleich mit den Zauberern der Antike - mit dem Teufel im Bunde stünden. Um diesen Glauben, dass das alles Teufelswerk sei, entgegenzuwirken, erschien 1584 das erste Buch, in welchem Zauberkunststücke erklärt wurden. "The discovery of witchcraft" diente zur Volksaufklärung und wurde von Reginald Scott geschrieben. Ein weiteres Buch in dem Taschenspielertricks erklärt wurden war "The Anatomy of Legerdemain" und erschien 1634 in London. Sicherlich wurde auch dieses Buch von einem Zauberer, Zauberkünstler, Magier, oder Mentalisten geschrieben - allerdings ist nicht wirklich bekannt, wer er war. Offiziell wurde es von dem Zauberkünstler Hocus-Pucus-Junior geschrieben.
In den folgenden Jahrhunderten entwickelt sich die Zauberkunst, und ich denke, hier ist dieses Wort nun seiner Bedeutung entsprechend zum ersten Mal erwähnenswert, sehr stark weiter. Es waren immer noch die Gaukler und Falschspieler die diese Kunst nun praktizierten und dadurch auch zum Teil großen Reichtum erlangten. Die Kunststücke die zu dieser Zeit vorgeführt wurden, werden häufig auch heute noch in der modernen Zauberkunst vorgeführt. Die Requisiten die damals Verwendung fanden, waren vor allem Becher (Becherspiel), Würfel, Spielkarten, Messer, Seile und Nägel.
Magie und Zauberei im 18. Jahrhundert
Zu Anfang des 18. Jahrhunderts war dann der Begriff Zauberkünstler bzw. der des Zauberers endgültig geprägt worden. Die wohl bedeutendsten Zauberer aus dieser Zeit waren beide Wissenschaftler der Physik und Mathematik. Zum einen war das Jacob Meyer aus den Vereinigten Staaten, der den Künstlernamen Philadelphia trug und auch in Deutschland auf eine "Tournee" ging und zum anderen war es ein Professor der Mathematik und Physik aus Rom, der den Namen De Willedal trug und sich unter dem Künstlernamen Pinetti verkaufte. Die Zauberkünstler Philadelphia und Pinetti trieben die Zauberei sehr voran und traten regelmäßig in Theatern auf. Sie waren also zu dieser Zeit wirklich als Künstler angesehen. Zauberer/ Zauberkünstler Pinetti spielte nicht nur in Italien, sondern auch in Paris und in Deutschland, wo er am Hof von König Friedrich Wilhelm II. gastierte.
Die Zauberkunst und ihre Künstler im 19. Jahrhundert
Die berühmtesten Zauberer/ Zauberkünstler aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts waren wohl die aus Wien stammenden Zauberer Ludwig Döbler (1801 - 1864) und Johann Nepomuk Hofzinser (1806 - 1875), wobei letzterer Zauberer die Zauberkunst mit Spielkarten perfekt beherrschte und revolutionierte, des weiteren der Italiener Bartholomeo Bosco (1793 - 1863), der das Becherspiel berühmt machte und zuletzt auch noch der Franzose Jean-Eugène Robert (1805 - 1871) der unter dem Namen Robert Houdin - nicht zu verwechseln mit dem Zauberer und Entfesslungskünstler Houdini - berühmt wurde. Robert Houdin schrieb als Zauberer weiterhin zahlreiche Zauberbücher als auch als Mediziner Bücher über Augenheilkunde.
Berühmte Zauberer von heute
Die wohl bekanntesten Zaubere/ Zauberkünstler von heute sind David Copperfield, Siegfried und Roy (wobei die beiden auf Grund eines Unfalls von Roy nicht mehr auftreten), Criss Angel und Lance Burton. Die Zauberkunststücke, die von ihnen heute aufgeführt werden, haben sich zwar gewandelt, sind aber in vielen Dingen doch sehr ähnlich geblieben. Sie zeigen meist mit großem Aufwand hergestellte Großillusionen und keine Seiltricks oder Kartentricks und haben das zaubern oft schon von klein auf gelernt.
Was ist ein „Mentalist“?
Ein Mentalist betreibt eine Form der Unterhaltungskunst, in der er außergewöhnliche Phänomene wie Vorhersagen, Telepathie, Gedächtniskunst, Zahlentricks/Schnellrechnen und ähnliches darbieten.
Im Unterschied zu anderen Sparten der Zauberkunst, bei denen mit dem Erreichen des offenbar Unmöglichen auf ästhetische oder humoristische Weise kokettiert wird, spielt der Mentalist an den scheinbaren Grenzen des Machbaren. Die Faszination für das Publikum ergibt sich dabei aus der Illusion im Kopf des Zuschauers.
Entwicklung der Mentalmagie
Die Ursprünge der Mentalmagie liegen in der Vortäuschung übernatürlicher Fähigkeiten, die schon bei antiken Tempelmagiern nachzuweisen ist. Seit jeher pflegten Hellseher und Geisterbeschwörer jeglicher Couleur ihren Fähigkeiten mit irdischen Methoden nachzuhelfen. Entsprechende Tricks wurden mit Aufkommen des Spiritismus im Viktorianischen Zeitalter immer raffinierter, dienten jedoch überwiegend dem Betrug. Im 19. Jahrhundert wurde Mentalmagie jedoch auch zu Unterhaltungszwecken präsentiert.
Die Kunst der Mentalmagie als skurriles Entertainment wurde in den 1920er und 30er Jahren insbesondere von Theodor Annemann kultiviert. Den Begriff „Mentalist“ prägte Joseph Dunninger, der in den USA mit entsprechenden Kunststücken seit den 40er Jahren im Radio und in den 50er Jahren im Fernsehen nachhaltige Popularität erfuhr. Auf Dunningers Pionierarbeit zurückgehend hat in den USA Mentalmagie als reine Unterhaltungskunst beim breiten Publikum eine lange Tradition.
In Großbritannien präsentierte insbesondere David Berglas seit den 50er Jahren Mentalzauberkunst spektakulär im Fernsehen. Im letzten Jahrzehnt wurde sie dort von Derren Brown wieder populär gemacht.
Auch das deutsche Fernsehen griff diesen Trend auf und präsentierte Mentalisten wie Toni Forster, Jan Becker oder Thorsten Havener. Anfang 2008 zeigte auf ProSieben der Mystifier Uri Geller das Format The next Uri Geller – Unglaubliche Phänomene Live.
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